Gardena 4000/5: Druckschalter einstellen beim Classic 4000/5 und beim 4000/5 eco

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Unter dem Namen Gardena 4000/5 laufen zwei Hauswasserwerke mit unterschiedlichen Druckschaltern: das Classic 4000/5 mit der Artikelnummer 1772 schaltet mechanisch zwischen 2,0 und 3,0 bar, das 4000/5 eco mit der Artikelnummer 1754 regelt den Abschaltdruck elektronisch am ECO-Regler zwischen 2,2 und 3,2 bar. Wer den falschen Wert einstellt, bekommt eine Pumpe, die entweder dauernd taktet oder gar nicht mehr abschaltet. Der erste Schritt ist deshalb kein Schraubendreher. Es ist der Blick auf das Typenschild.
Erst die Artikelnummer: 1772 oder 1754
Das Typenschild sitzt am Pumpengehäuse und nennt neben der Leistung die Artikelnummer. Steht dort 1772, hast du das Classic 4000/5 aus der Gebrauchsanweisung, die auch das Classic 3000/4 (Artikel 1770) und das Comfort 5000/5 (Artikel 1774) abdeckt. Steht dort 1754, gehört dein Gerät zur eco-Generation, die sich die Betriebsanleitung mit dem 5000/5 eco (Artikel 1755) und dem 5000/5 eco inox (Artikel 1756) teilt. Beide Generationen liefern 3.500 Liter pro Stunde bei 850 Watt, beide saugen 8 Meter tief an. Der Unterschied liegt in der Steuerung.
Gardena führt beide Artikelnummern in seiner Hilfe-Datenbank unter den Modellen, bei denen Ein- und Ausschaltdruck angepasst werden können. Der Weg dorthin unterscheidet sich aber grundlegend: Beim Classic geht es über zwei Schrauben im Druckschalter, beim eco zuerst über den Drehregler und nur im Ausnahmefall über den Schalter.

Werksdaten beider Generationen im Vergleich
QWORK Druckschalter 230 V, 1/4"
Ersatz für den mechanischen Schalter des Classic 4000/5, wenn die Kontakte klemmen oder die Membran im Schalter undicht ist. Nach dem Einbau auf 2,0 und 3,0 bar justieren.
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Die Werte stammen aus den beiden Gardena-Anleitungen, jeweils aus dem Kapitel Technische Daten und der Störungstabelle. Beim Classic nennt Gardena den Arbeitsdruckbereich als Spanne von Ein- bis Ausschaltdruck, beim eco stehen Einschaltdruck und die beiden Endstellungen des Reglers getrennt.
| Wert | Classic 4000/5 (Art. 1772) | 4000/5 eco (Art. 1754) |
|---|---|---|
| Nennleistung | 850 W | 850 W |
| Max. Fördermenge | 3.500 l/h | 3.500 l/h |
| Max. Förderhöhe / Druck | 45 m | 45 m / 4,5 bar |
| Max. Ansaughöhe | 8 m | 8 m |
| Einschaltdruck | 2,0 bar (Arbeitsdruckbereich 2,0 bis 3,0 bar) | 1,5 ± 0,1 bar |
| Ausschaltdruck | 3,0 bar | 2,2 bar (ECO) bis 3,2 bar (MAX) |
| Luftvordruck im Kessel | ca. 1,5 bar | ca. 1,6 bar |
| Zulässiger Innendruck | 6 bar | 6 bar |
| Gewicht | 13,7 kg | 15,0 kg |
| Geräusch (gemessen / garantiert) | 81 / 84 dB(A) | keine Angabe in der Anleitung |
| Trockenlaufsicherung | nein | ja, im Auto-Modus |
Der auffälligste Unterschied ist der Einschaltdruck: 2,0 bar beim Classic, 1,5 bar beim eco. Wer einen Classic-Schalter auf 1,5 bar herunterdreht, weil ein Forumsbeitrag das für Gardena-Geräte empfiehlt, verschenkt Komfort. Umgekehrt lässt ein eco, dessen Kesselvordruck auf die 1,5 bar des Classic gesetzt wurde, den Puffer im Kessel schrumpfen.
Classic 4000/5: so arbeitet der mechanische Druckschalter
Beim Classic sitzt ein klassischer Membrandruckschalter auf dem Pumpengehäuse. Fällt der Druck in der Leitung auf 2,0 bar, schließt der Kontakt und die Pumpe läuft an. Steigt er auf 3,0 bar, öffnet der Kontakt wieder. Dazwischen liegt 1 bar Differenz, der Membrankessel überbrückt kleine Entnahmen. Die Gebrauchsanweisung nennt für den Betrieb zwei Grenzen, die den Schalter direkt betreffen: Die Pumpe darf höchstens 5 Minuten gegen die geschlossene Druckseite laufen, weil sich das Wasser sonst erhitzt. Und bei einer Festinstallation im Haus soll die Pumpe über flexible Schlauchleitungen angeschlossen werden, weil starre Rohre Vibrationen übertragen und den Druckschalter beschädigen.
Der Drehschalter an der Filterkammer hat die Stellungen FILL und RUN. In FILL öffnet das integrierte Rückschlagventil zum Befüllen, in RUN läuft der Betrieb. Beim Einstecken des Netzsteckers läuft die Pumpe sofort an, die Anleitung warnt ausdrücklich davor. Nach Erreichen des maximalen Drucks schaltet sie automatisch ab, bei Unterschreiten des minimalen Drucks wieder ein.

Sicherheit: Stecker ziehen, drucklos machen, Fachkraft bei Zweifeln
Dazu kommt die Wärme: Läuft die Pumpe längere Zeit gegen die geschlossene Druckseite, weil der Abschaltdruck zu hoch steht, kann das Wasser im Gehäuse heiß werden. Nach einer solchen Phase erst abkühlen lassen, dann Verschraubungen öffnen.
Ist-Werte messen, bevor du drehst
Ein Manometer an der nächstgelegenen Entnahmestelle zeigt beide Schaltpunkte. Beim Öffnen des Hahns fällt der Zeiger, bis die Pumpe anspringt: Das ist der Einschaltdruck. Nach dem Schließen steigt er, bis die Pumpe stoppt: Das ist der Abschaltdruck. Liegen die Werte beim Classic bei 2,0 und 3,0 bar, ist der Schalter in Ordnung, und die Ursache für Taktung oder Dauerlauf liegt woanders, meist im Kessel oder auf der Saugseite. Was dort zu prüfen ist, steht in Hauswasserwerk baut keinen Druck auf und in Saugleitung zieht Luft.
Erreicht die Pumpe den Abschaltdruck erst nach langem Nachlaufen oder gar nicht, hilft ein Rechenbeispiel: 45 Meter Förderhöhe entsprechen 4,5 bar, aber nur ohne Saughöhe und ohne Fließwiderstand. Hängt die Pumpe 7 Meter über dem Wasserspiegel eines Brunnens, fehlen davon 0,7 bar, bevor das Wasser überhaupt am Druckstutzen ankommt. Ein Abschaltdruck von 3,0 bar bleibt dann erreichbar, 4,0 bar oft nicht mehr. Die Rechnung für den eigenen Garten steht in Förderhöhe richtig rechnen.
Schritt für Schritt: Schraube 1 und Schraube 2 beim Classic
Gardena hat die Einstellung des mechanischen Druckschalters im Hilfe-Center beschrieben, veröffentlicht für das Hauswasserwerk 3700/4 (Artikel 9023). Das Classic 4000/5 steht in derselben Liste einstellbarer Modelle, der Aufbau mit zwei Einstellschrauben ist derselbe: Schraube 1 setzt den Einschaltdruck, Schraube 2 die Druckdifferenz zum Abschaltdruck.

- Druckleitung öffnen, Pumpe anlaufen lassen, Einschaltdruck am Manometer ablesen.
- Druckleitung schließen, Pumpe abschalten lassen, Abschaltdruck ablesen.
- Netzstecker aus der Steckdose ziehen.
- Deckel des Druckschalters abschrauben.
- Einschaltdruck an Schraube 1 einstellen. Richtung Plus erhöht den Wert, Richtung Minus verringert ihn. Ziel beim Classic 4000/5: 2,0 bar.
- Deckel wieder montieren, Hauswasserwerk in Betrieb nehmen, Wasserentnahme stoppen. Die Pumpe muss abschalten. Bleibt sie an, ist die Druckdifferenz zu groß.
- Druckdifferenz an Schraube 2 ändern. Plus erhöht den Abschaltdruck, Minus senkt ihn. Ziel: 3,0 bar.
- Nötigenfalls wiederholen, vor jedem Öffnen wieder den Stecker ziehen.
Gardenas Sicherheitsregel für den letzten Schritt: Der Abschaltdruck muss mindestens 0,2 bar unter dem Maximaldruck liegen, den das Hauswasserwerk am Aufstellort tatsächlich erreicht. Ein zu hoher Wert führt dazu, dass der Schalter das Gerät nie abschaltet, mit heißem Wasser und Pumpenschaden als Folge. Wer den Bereich 2,0 bis 3,0 bar verlässt, verlässt auch die Auslegung der Anleitung. Ein Grund dafür ist nur ein Ersatzschalter mit fremden Werkswerten.
Kesselvordruck beim Classic: 1,5 bar
Die Störungstabelle des Classic nennt für eine Pumpe, die zu oft ein- und ausschaltet, drei Ursachen: Leckage auf der Druckseite, zu geringer Druck im Kessel und eine beschädigte Kesselmembran. Der Vordruck im Vorratsbehälter muss laut Gardena etwa 1,5 bar betragen, gemessen an der drucklosen Anlage. Zum Nachfüllen reicht eine Luftpumpe oder ein Reifenfüller mit Manometer am Kesselventil unter dem Schutzdeckel. Tritt beim Prüfen Wasser aus dem Ventil, ist die Membran gerissen.
4000/5 eco (Art. 1754): Drehregler statt Schraubendreher
Beim eco stellst du den Abschaltdruck am ECO-Regler ein, laut Betriebsanleitung stufenlos zwischen ECO und MAX mit rund 1 bar Differenz, beim 4000/5 eco also zwischen 2,2 und 3,2 bar. Der Einschaltdruck bleibt bei 1,5 bar. Der Kessel will 1,6 bar Luft. Im Auto-Modus überwacht die Pumpe Trockenlauf und Druckaufbau und meldet Störungen über die orange Warnlampe. Im manuellen Modus läuft sie durch, dann ist die Trockenlaufsicherung abgeschaltet.
Für die Feinabstimmung braucht das eco keinen geöffneten Schalter. Nur wenn der Einschaltpunkt außerhalb der 1,5 bar liegt oder ein Ersatzschalter eingebaut wurde, greift die Werkstattanleitung mit den zwei Schrauben. Die vollständige Beschreibung des Reglers, des Auto- und Man-Modus und des Kesselchecks der eco-Generation steht in Gardena 5000/5 eco: Druckschalter einstellen. Sie gilt unverändert für das 4000/5 eco.
Warum 4000/5 eco und 5000/5 eco dieselbe Anleitung teilen
Beide Modelle stehen in derselben Betriebsanleitung 1754-20.960.01, mit identischem Bedienfeld, identischem Einschaltdruck von 1,5 bar und identischem Kesselvordruck von 1,6 bar. Sie unterscheiden sich in der Leistung (850 gegenüber 1.100 Watt), in der Fördermenge (3.500 gegenüber 4.500 Liter pro Stunde), im Maximaldruck (4,5 gegenüber 5,0 bar) und im Reglerbereich (2,2 bis 3,2 gegenüber 2,5 bis 3,5 bar). Die Handgriffe sind dieselben. Deshalb gibt es hier keine zweite Reglerbeschreibung, nur die Zahlen, die beim 4000/5 eco anders sind.
Störungen, die nach einem Druckschalter aussehen
| Symptom | Classic 4000/5 | 4000/5 eco |
|---|---|---|
| Taktet bei jedem Wasserhahn | Kesselvordruck unter 1,5 bar, Leck druckseitig, Membran defekt | Kesselvordruck unter 1,6 bar, Leck druckseitig, Membran defekt |
| Schaltet nicht ab | Abschaltdruck über 3,0 bar oder Saugseite zieht Luft | Regler zu nah an MAX für die Saughöhe, Saugseite undicht |
| Springt zu spät an | Einschaltdruck unter 2,0 bar, Schraube 1 nachstellen | Einschaltdruck unter 1,4 bar, Werkstattanleitung |
| Pumpe steht, Lampe leuchtet | keine Lampe, Thermoschutz prüfen | Thermoschutz, Trockenlauf oder Drucküberwachung ausgelöst |
| Wasser läuft heiß | Dauerlauf gegen geschlossene Druckseite, mehr als 5 Minuten | Druckschalter defekt oder Saugseite ohne Wasser |
Vor dem Winter beide Generationen vollständig entleeren, die Anleitung dazu steht in Hauswasserwerk frostsicher überwintern. Wer ein taktendes Gerät systematisch durchgeht, findet die Reihenfolge in Hauswasserwerk taktet zu oft. Die herstellerübergreifende Grundlage mit großer und kleiner Feder bleibt Druckschalter am Hauswasserwerk richtig einstellen.
Merkzettel nach Artikelnummer
Artikel 1772, Classic: Einschaltdruck 2,0 bar, Abschaltdruck 3,0 bar, Kessel 1,5 bar, Einstellung über Schraube 1 und Schraube 2 bei gezogenem Stecker. Artikel 1754, eco: Einschaltdruck 1,5 bar fest, Abschaltdruck 2,2 bis 3,2 bar am Regler, Kessel 1,6 bar, Schalter nur im Ausnahmefall öffnen. In beiden Fällen gilt Gardenas Regel: Abschaltdruck mindestens 0,2 bar unter dem, was die Pumpe am Aufstellort erreicht. Wer sich an diese vier Zahlen je Generation hält, braucht den Gardena Service für die Einstellung nicht.
Quellen: GARDENA Gebrauchsanweisung Hauswasserwerk Classic 3000/4, Classic 4000/5, Comfort 5000/5 (Art. 1770, 1772, 1774), Abschnitte 3 Inbetriebnahme, 4 Bedienung, 7 Beheben von Störungen, 9 Technische Daten · GARDENA Betriebsanleitung Hauswasserwerk 4000/5 eco, 5000/5 eco, 5000/5 eco inox (1754-20.960.01, Stand 05.07.2013) · GARDENA Hilfe-Center: Kann der Druckschalter bei Hauswasserwerken eingestellt werden? und Einstellanleitung Hauswasserwerk 3700/4. Alle Quellen am 24. September 2026 eingesehen.
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Veröffentlicht durch die OutdoorGarten-Redaktion. Veröffentlicht am 28. September 2026.
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