Gardena 5000/5 eco: Druckschalter einstellen, ECO-Regler und Kesselvordruck

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Der Einschaltdruck des Gardena Hauswasserwerks 5000/5 eco liegt laut Betriebsanleitung fest bei 1,5 bar (± 0,1 bar), der Abschaltdruck lässt sich am ECO-Regler zwischen 2,5 und 3,5 bar verschieben, und der Luftvordruck im Kessel soll etwa 1,6 bar betragen. Wer diese drei Zahlen kennt, hat den größten Teil der Einstellung schon verstanden. Der Rest ist Reihenfolge: erst den Kessel prüfen, dann den Regler, und nur im Ausnahmefall den Druckschalter selbst öffnen.
Was beim 5000/5 eco fest steht und was du verändern kannst
Das 5000/5 eco (Artikel 1755) und die Edelstahlvariante 5000/5 eco inox (Artikel 1756) teilen sich eine Betriebsanleitung mit dem kleineren 4000/5 eco (Artikel 1754). Alle drei arbeiten nach demselben Prinzip: Ein Druckschalter startet die Pumpe, sobald der Druck in der Leitung unter 1,5 bar fällt, und stoppt sie wieder, wenn der eingestellte Abschaltdruck erreicht ist. Die Besonderheit der eco-Generation ist der Drehregler mit den Stellungen ECO und MAX. Er verschiebt den Abschaltdruck stufenlos, laut Anleitung um rund 1 bar zwischen den beiden Endstellungen.
Der Einschaltdruck ist dagegen fest verdrahtet. Die Anleitung nennt 1,5 bar mit einer Toleranz von 0,1 bar. Wer ihn verändern will, muss an den Druckschalter selbst. Gardena führt das 5000/5 eco in seiner Hilfe-Datenbank ausdrücklich unter den Modellen, bei denen Ein- und Ausschaltdruck angepasst werden können. Die Werkstattanleitung dazu hat der Hersteller für das Schwestermodell 3700/4 veröffentlicht, sie steht weiter unten.

Die Werksdaten des 5000/5 eco
Wasserdruck-Manometer 0 bis 10 bar
Zum Ablesen von Einschalt- und Abschaltdruck an der Entnahmestelle und zum Prüfen des Kesselvordrucks. Ohne Messwert ist jede Einstellung ein Ratespiel.
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Die folgenden Werte stammen aus der Betriebsanleitung 1754-20.960.01 (Technische Daten, Seite 10) und aus der aktuelleren Fassung, die für das 5000/5 eco 1.200 Watt und 17,3 Kilogramm nennt. Die ältere Fassung führt 1.100 Watt und 17,0 Kilogramm, das ist der Unterschied zwischen zwei Baujahren, nicht zwischen zwei Modellen.
| Wert | 5000/5 eco (Art. 1755) | 5000/5 eco inox (Art. 1756) |
|---|---|---|
| Nennleistung | 1.100 bzw. 1.200 W je nach Baujahr | 1.200 W |
| Max. Fördermenge | 4.500 l/h | 4.500 l/h |
| Max. Druck / Förderhöhe | 5,0 bar / 50 m | 5,0 bar / 50 m |
| Max. Ansaughöhe | 8 m | 8 m |
| Einschaltdruck | 1,5 ± 0,1 bar | 1,5 ± 0,1 bar |
| Ausschaltdruck ECO / MAX | 2,5 / 3,5 bar | 2,5 / 3,5 bar |
| Zulässiger Innendruck (druckseitig) | 6 bar | 6 bar |
| Luftvordruck im Kessel | ca. 1,6 bar | ca. 1,6 bar |
| Gewicht | 17,0 bzw. 17,3 kg | 17,0 kg |
| Anschluss / Schutzart | G1 / IPX4 | G1 / IPX4 |
Die 5,0 bar Maximaldruck sind ein Wert für die Pumpe ohne Gegendruck. Sobald sie aus 6 oder 7 Metern Tiefe ansaugt und das Wasser zusätzlich in den ersten Stock drücken muss, bleibt davon deutlich weniger übrig. Genau deshalb hat Gardena den Abschaltdruck bei 3,5 bar gedeckelt: Ein Schalter, der auf einen Wert wartet, den die Pumpe an dieser Stelle nicht mehr erreicht, schaltet nie ab.
Der ECO-Regler: so stellst du den Abschaltdruck ein
Der Drehregler sitzt am Bedienfeld neben dem Betriebsschalter. In Stellung ECO schaltet die Pumpe bei etwa 2,5 bar ab, in Stellung MAX bei etwa 3,5 bar, dazwischen läuft die Verstellung stufenlos. Für die meisten Gärten reicht ECO: Ein Regner mit 2,5 bar am Anschluss arbeitet sauber, die Pumpe läuft kürzer, und der Kessel wird weniger stark belastet. MAX brauchst du, wenn zwei Entnahmestellen gleichzeitig laufen oder die höchste Zapfstelle mehrere Meter über der Pumpe liegt: Jeder Meter Höhe kostet 0,1 bar.
- Pumpe im Auto-Modus laufen lassen und alle Entnahmestellen schließen.
- Regler auf ECO drehen und warten, bis die Pumpe abschaltet. Manometer an der Entnahmestelle ablesen: Der Wert sollte bei rund 2,5 bar liegen.
- Reicht der Druck am Regner oder in der Dusche nicht, den Regler schrittweise Richtung MAX drehen, jeweils eine Entnahme abwarten und den neuen Abschaltwert ablesen.
- Die Stellung wählen, bei der die Pumpe in jedem Fall zuverlässig abschaltet. Erreicht sie den Wert nicht innerhalb weniger Sekunden nach dem Schließen der Entnahme, steht der Regler zu hoch.

Die Anleitung weist auf einen Nebeneffekt hin: Bei Regnern mit geringem Durchfluss kann das Ein- und Ausschalten der Pumpe zu einem ungleichmäßigen Beregnungsbild führen. Der Grund ist der Druckabfall zwischen 3,5 und 1,5 bar. Wer damit Probleme hat, kann den Regler Richtung ECO drehen, dann sind die Sprünge kleiner, oder das Hauswasserwerk für die Beregnung im manuellen Modus laufen lassen.
Sicherheit zuerst: Stecker ziehen, Anlage drucklos machen
Zwei weitere Hinweise aus der Anleitung gehören in den Kopf: Läuft die Pumpe an Schwimmbecken oder Gartenteichen, verlangt Gardena einen Fehlerstromschutzschalter nach DIN VDE 0100-702. Und bei einem defekten Druckschalter kann sich das Wasser in der Pumpe stark erhitzen, wenn sie gegen die geschlossene Druckseite läuft. Nach einer temperaturbedingten Abschaltung deshalb die Pumpe über die Haussicherung vom Netz trennen und das Wasser abkühlen lassen, bevor du eine Verschraubung öffnest.
Kesselvordruck 1,6 bar prüfen und nachfüllen
Der Membrankessel ist der Puffer, der die Pumpe zwischen zwei Entnahmen ruhen lässt. Laut Anleitung muss der Luftdruck darin etwa 1,6 bar betragen, also knapp über dem Einschaltdruck von 1,5 bar. Sinkt er, füllt sich der Kessel fast vollständig mit Wasser, der Puffer schrumpft, und die Pumpe taktet bei jedem geöffneten Wasserhahn. Die Störungstabelle der Anleitung nennt genau diese drei Ursachen für häufiges Ein- und Ausschalten: eine Leckage auf der Druckseite, zu wenig Druck im Kessel oder eine beschädigte Kesselmembran.
- Netzstecker ziehen und eine Entnahmestelle öffnen, bis die Anlage drucklos ist. Der Vordruck lässt sich nur ohne Wasserdruck messen.
- Schutzdeckel am Kesselventil abschrauben. Das Ventil entspricht einem Autoreifenventil.
- Luftpumpe oder Reifenfüller mit Manometer ansetzen und ablesen. Zeigt die Anzeige weniger als 1,6 bar, Luft nachfüllen, bis der Wert erreicht ist. Zu viel Luft über das Ventil ablassen.
- Tritt beim Drücken des Ventilstifts Wasser aus, ist die Membran gerissen. Nachfüllen hilft dann nicht mehr, der Kessel braucht eine neue Membran oder ein Ersatzkessel.
- Schutzdeckel wieder aufschrauben, Entnahmestelle schließen, Stecker einstecken und einen vollen Zyklus abwarten.

Einmal pro Saison reicht als Rhythmus. Wer den Kessel im Herbst entleert und im Frühjahr wieder in Betrieb nimmt, misst am besten vor dem ersten Start, dann ist die Anlage ohnehin drucklos. Was du bei einem Kessel tust, der trotz korrektem Vordruck nicht mehr puffert, steht im Beitrag Hauswasserwerk taktet zu oft.
Wann der Druckschalter selbst justiert werden muss
Drei Situationen rechtfertigen den Griff zum Schraubendreher. Erstens: Die Pumpe springt erst an, wenn der Druck an der Entnahme deutlich unter 1,4 bar gefallen ist, oder sie läuft ständig kurz an, obwohl niemand Wasser entnimmt. Dann stimmt der Einschaltpunkt nicht mehr. Zweitens: Die Pumpe schaltet in Stellung ECO nicht mehr ab, obwohl Saugseite und Kessel in Ordnung sind. Drittens: Ein Fachbetrieb hat den Schalter ersetzt, und der neue Schalter ist noch auf seine Werkswerte eingestellt, die zum 5000/5 eco nicht passen.
Vor jedem Eingriff die Ist-Werte messen. Ein Manometer an der Entnahmestelle zeigt beim Öffnen des Hahns den Einschaltdruck, das ist der Wert, bei dem die Pumpe anläuft, und nach dem Schließen den Abschaltdruck. Liegen beide Werte innerhalb der Anleitung, liegt das Problem nicht am Schalter. Die häufigste Fehldiagnose ist ein Schalter, der für Luft in der Saugleitung verantwortlich gemacht wird. Wie du das unterscheidest, steht in Hauswasserwerk baut keinen Druck auf.
Schritt für Schritt: Ein- und Ausschaltdruck am Schalter
Die folgende Reihenfolge ist Gardenas eigene Werkstattanleitung, veröffentlicht für das Hauswasserwerk 3700/4 (Artikel 9023) im Hilfe-Center. Der Hersteller führt das 5000/5 eco in derselben Liste einstellbarer Modelle, das Prinzip mit zwei Einstellschrauben ist identisch. Schraube 1 verschiebt den Einschaltdruck, Schraube 2 die Druckdifferenz und damit den Abschaltdruck.
- Druckleitung öffnen, bis die Pumpe anläuft, und den Einschaltdruck am Manometer ablesen.
- Druckleitung schließen, bis die Pumpe ausgeht, und den Abschaltdruck ablesen.
- Netzstecker ziehen.
- Deckel des Druckschalters abschrauben.
- Einschaltdruck an Schraube 1 einstellen: Richtung Plus erhöht, Richtung Minus verringert den Wert. Ziel sind 1,5 bar.
- Deckel montieren, Hauswasserwerk in Betrieb nehmen, Wasserentnahme stoppen. Die Pumpe muss abschalten. Tut sie das nicht, ist der Abschaltdruck zu hoch.
- Druckdifferenz an Schraube 2 ändern: Plus erhöht, Minus verringert den Abschaltdruck. Ziel ist der Wert, den der ECO-Regler in der gewünschten Stellung liefern soll, also 2,5 bis 3,5 bar.
- Die Schritte wiederholen, bis beide Werte stimmen. Zwischen jedem Versuch den Stecker ziehen.
Gardena gibt eine Sicherheitsgrenze vor: Der Abschaltdruck muss mindestens 0,2 bar unter dem Maximaldruck liegen, den die Anlage an ihrem Aufstellort erreicht. Bei 5,0 bar Pumpendruck und 8 Metern Saughöhe bleibt davon nicht viel übrig, deshalb sind 3,5 bar beim 5000/5 eco eine vernünftige Obergrenze, keine Untergrenze. Ein zu hoch gesetzter Abschaltdruck lässt die Pumpe dauerhaft laufen, das Wasser erhitzt sich und die Gleitringdichtung leidet.
Auto, Man und die Trockenlaufsicherung
Der Betriebsschalter der eco-Modelle kennt neben Aus zwei Stellungen. Im Auto-Modus arbeitet die Druckschaltung mit Trockenlaufsicherung: Zieht die Pumpe kein Wasser, schaltet sie ab und die orange Warnlampe leuchtet. Fördert sie sehr große Mengen bei sehr kleinem Druck, etwa beim Füllen eines Pools über einen dicken Schlauch, schaltet die Drucküberwachung ebenfalls ab, weil der Abschaltdruck nie erreicht wird. Für diesen Fall gibt es den manuellen Modus, in dem die Pumpe durchläuft. Die Anleitung warnt: Im manuellen Modus ist die Trockenlaufsicherung deaktiviert, die Pumpe muss also im Blick bleiben.
Saugt die Pumpe nach 10 Minuten nicht an, soll der Drehschalter auf Aus und die Fehlersuche beginnen: Saugschlauch, Rückflussstopp, Verschraubungen. Die 8 Meter Selbstansaughöhe erreicht das 5000/5 eco laut Anleitung nur, wenn die Pumpe bis zum Überlauf befüllt ist und der Druckschlauch während des Ansaugens nach oben gehalten wird. Eine undichte Saugseite sieht von außen genauso aus wie ein verstellter Druckschalter, deshalb lohnt der Blick in Saugleitung zieht Luft, bevor du am Schalter drehst.
Typische Störungen und ihre Ursachen
| Symptom | Ursache laut Anleitung | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Pumpe schaltet zu oft ein und aus | Leckage auf der Druckseite, Kesseldruck unter 1,6 bar, Kesselmembran beschädigt | Leitungen und Hähne prüfen, Vordruck messen und nachfüllen, bei Wasser am Ventil Membran tauschen |
| Pumpe schaltet nicht ab | Abschaltdruck über dem erreichbaren Druck, Luft auf der Saugseite, Filter verstopft | Regler Richtung ECO, Saugseite abdichten, Filter reinigen |
| Orange Warnlampe, Pumpe steht | Thermoschutz, Trockenlaufsicherung oder Drucküberwachung hat ausgelöst | Abkühlen lassen, Wasserzufuhr prüfen, bei großen Entnahmemengen manuellen Modus nutzen |
| Fördermenge bricht plötzlich ein | Saugfilter, Rückschlagventil oder Rückflussstopp verstopft | Filterkammer öffnen und reinigen, Saugschlauchende prüfen |
| Pumpe läuft erst bei sehr niedrigem Druck an | Einschaltpunkt verstellt | Schraube 1 nach der Werkstattanleitung auf 1,5 bar justieren |
Wer das Gerät über den Winter einlagert, entleert es vollständig, sonst sprengt Frost das Pumpengehäuse. Die Schritte dazu stehen in Hauswasserwerk frostsicher überwintern. Nach dem Wiedereinbau im Frühjahr zuerst den Kesselvordruck messen, dann befüllen, dann starten.
eco, eco inox und Comfort 5000/5: welche Anleitung für dein Gerät gilt
Auf dem Typenschild steht die Artikelnummer, und die entscheidet, welche Werte gelten. 1755 und 1756 sind die eco-Generation mit Drehregler und 1,6 bar Kesselvordruck. Die ältere Comfort 5000/5 trägt die Artikelnummer 1774, die Premium 5000/5 inox die 1775. Beide arbeiten mit einem rein mechanischen Druckschalter ohne ECO-Regler, ihr Arbeitsdruckbereich liegt laut Gebrauchsanweisung bei 2,0 bis 3,5 bar, der Kesselvordruck bei etwa 1,5 bar. Die allgemeine Anleitung für diese Bauart mit großer und kleiner Feder findest du in Druckschalter am Hauswasserwerk richtig einstellen, den Vergleich der Generationen am Beispiel des 4000/5 in einem eigenen Beitrag.
Beim Neukauf lohnt der Blick auf die Unterschiede zu Einhell und Metabo, die ihre Schalter anders auslegen: Gardena, Einhell oder Metabo stellt die drei Hersteller gegenüber. Und wer prüfen will, ob das 5000/5 eco für die eigene Saughöhe und die höchste Zapfstelle überhaupt reicht, rechnet das in Förderhöhe richtig rechnen nach.
Die drei Werte, die du dir merken solltest
1,5 bar Einschaltdruck, fest. 2,5 bis 3,5 bar Abschaltdruck, am ECO-Regler. 1,6 bar Luft im Kessel, einmal pro Saison geprüft. Wer die Pumpe taktet, geht in dieser Reihenfolge vor: Kessel, Dichtheit, Regler, und erst dann der Schalter. Die Werkstattanleitung mit den beiden Schrauben ist für den Fall gedacht, dass ein Wert außerhalb der Anleitung liegt, nicht für die Feinabstimmung des Wasserdrucks. Dafür ist der Drehregler da, und der braucht weder Schraubendreher noch Elektrofachkraft.
Quellen: GARDENA Betriebsanleitung Hauswasserwerk 4000/5 eco, 5000/5 eco, 5000/5 eco inox (1754-20.960.01, Stand 05.07.2013), Abschnitte 4 Bedienung, 7 Beheben von Störungen und 9 Technische Daten · aktuelle Fassung der Anleitung 5000/5 eco (1.200 W, 17,3 kg, IPX4) · GARDENA Hilfe-Center: Kann der Druckschalter bei Hauswasserwerken eingestellt werden? und Kann am Hauswasserwerk 3700/4 der Ein- und Ausschaltdruck verändert werden? · GARDENA Gebrauchsanweisung Hauswasserwerk 3000/4, 4000/5, 5000/5 (Art. 1770, 1772, 1774), Technische Daten. Alle Quellen am 23. und 24. September 2026 eingesehen.
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Veröffentlicht durch die OutdoorGarten-Redaktion. Veröffentlicht am 25. September 2026.
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